Können wir uns (noch) riechen? … Partnerwahl & Zeugung von Nachwuchs

Wir sind nicht nur auf dieser Erde zum Überleben. Wir versuchen ein würdevolles Leben so zu leben & zu gestalten, dass wir uns in einer Gemeinschaft geborgen, gebraucht und geliebt fühlen. Dazu zählen vor allem auch „Familienverbunde. Und Familien leben von Nachwuchs, sonst würden diese aussterben.

In der heiligen Schriften steht: …“ Seid fruchtbar und mehrt euch ….“

Nicht nur bei uns Menschen findet sich ein natürlicher Instinkt, der uns dazu animiert, einen Partner zu finden, mit dem man sich schlussendlich „paart“ mit dem instinktiven Ziel, Nachwuchs zeugt.

Seien wir uns ehrlich: die ganze Welt dreht sich um Partnerwahl, den Liebesakt und schlussendlich um die Zeugung von Nachwuchs.

Jeder, ob Oma oder Opa warten nur darauf, dass endlich Kinder gezeugt werden und Babys das Licht der Welt erblicken. Auch, um ihren eigenen Alltag und ihr Dasein zu bereichern.

Und allzu oft wird man stigmatisiert, wenn nicht geragewegs  “verbannt“, falls es mit dem Kinderwunsch nicht klappt. Es gilt sogar als Scheidungsgrund, falls man als Partner eine bekannte Zeugungsunfähigkeit vor der Vermählung verheimlicht. So tief verwurzelt ist in unserer Gesellschaft mit diesem natürliche Instinkt & dem Bedürfnis nach Zeugung von Nachkommen.

Die gesamte Industrie ist dafür ausgerichtet.

Clubs und Baars, wo man sich trifft und kennen lernt. Die Modeindustrie und Parfümerie, die uns attraktiv machen soll. Ebenso die Schönheitschirurgie. Zudem will man natürlich auch finanziell gut dastehen. Und präsentiert dies durch tragen von exklusiven Accessoires, dem Besitz luxuriöser Autos etc. Man läuft den neusten Modetrends nach. Wer will schon 2x das gleiche Kleid, die gleichen High-Heels tragen? Wer will schon ein A uto, das „veraltet“ ist. Wer will nicht das neueste Smartphone …. Das Prestige & Statussymbole mit all diesen Dingen zählt viel bei der Partnerwahl.

Irgendwann findet dann der „Deckel“ den „passenden Topf“.

Da gibt es dann die Standesämter mit deren Bediensteten, die an der „Eheschließung“ Profit machen. Dann die Kirchen für die Hochzeit, die Catering-Firmen für das Hochzeitsessen. Die Geburtskliniken, die Beamten, die Geburtsscheine dann in Ausweise umwandeln. Auch die verdienen am Nachwuchs. Die Ämter, die Kindergärten und Schulen. Die Lebensmittelindustrie, Windelhersteller, etc etc.

Die gesamte Welt profitiert an Nachwuchs in der einen oder anderen Form und schlägt natürlich auch Profit heraus. Dies direkt oder indirekt, finanziert durch staatliche Förderungen. Sogar Scheidungsanwälte mit der gesamten Struktur dahinter (Richter, Gutachter, Eheberater etc.) profitieren.

Das belaste natürlich auch die Lebensfreude und damit die Gesundheit uns somit die Langlebigkeikeit!

Zum bisherigen gesagten zusammenfassend: das Leben dreht sich um Partnerwahl und Zeugung von Nachwuchs. PUNKT!

Und jetzt kommt die Krux … wie findet man den richtigen Partner? Einen Partner, der genetisch so zu einem passt, dass die Chancen zur Zeugung von Nachkommen optimal sind?

Genetisch betrachtet wissen wir, dass je „verwandter“ d.h. genetisch identer wir sind, desto schwieriger mit der Zeugung von Nachwuchs (Stichwort: Inzucht). Aber auch je genetisch ferner verwandt wir sind, stellt Hürden dar (Fortpflanzung etwa zwischen Menschen und Affen funktioniert nicht). Es braucht ein gesundes Mittelmaß. Nicht zu nahe verwandt, aber auch nicht genetisch zu unterschiedlich.

Seit Menschengedenken gibt es „Zwangsehen“ und dergleichen. Manchmal wird man mit einem Cousin vermählt. Siehe Königshäuser. Oder man darf nur in einer bestimmten Sippe den Partner wählen (erneut Stichwort Inzucht). Dies alles führt dazu, dass es mit der Zeugung eventuell nicht so klappen will oder Babys schwere genetische Defekte aufweisen.

Modern hinzugekommen ist die Antikonzeption bei Frauen.

Wissenschaftliche Daten legen nahe, dass Frauen, die mit Antibabypille verhüten, oft eine andere Partnerwahl treffen, als solche, die keine Antikonzeptionspille schlucken.

Und häufig ist es in n unserer modernen Gesellschaft es so, dass wir unsere Partnerwahl dann treffen, wenn Frauen verhüten. Und das könnte auf lange Sicht ein Problem darstellen.

Oftmals „vermählt“ man sich oder tritt die Lebensgemeinschaft in jener Zeit an, in der die Frau noch verhütet.

Und dann kommt der Moment … das „Liebespaar“ will Nachwuchs zeugen.

Die Frau setzt dafür die Pille ab. Und plötzlich können sie sich beide nicht mehr „riechen“. Denn nach Absetzten der Pille kann sich herausstellen, dass die falsche Partnerwahl getroffen wurde. Dass der Partner zu nahe verwandt ist.

Denn die Pille kann dazu führen, dass der Geruchsinn ein anderer ist, und man eher Partner wählt, die ohne Pille und mit normalem Menstruationszyklus nicht gewählt würden, da sie olfaktorisch gesehen, sprich „geruchsmäßig“ nicht so gut zusammenpassen. …. Dazu später mehr.

Konfliktpotential ist damit jedenfalls in viele Facetten gegeben. Man kann es sich selbst ausmalen: Scheidung fällt schwer, sich trennen fällt schwer. Eine Lebensgemeinschaft einfach so beenden fällt schwer. Wer will schon offen darüber sprechen, dass er / sie ihn oder sie nicht mehr „riehen“ kann?

Der Liebesakt fällt schwer, wenn man sich nicht mehr riechen kann.

Eine Trennung ist selbstredend mit vielen Hürden versehen. Die tatsächlichen Gründe werden verschleiert oder nicht wahrgenommen. Es passt einfach nicht mehr so. Und die Verweigerung von Zuwendung und Vollzug von Geschlechtsverkehr kann ebenso als Trennungsgrund gelten. Davon profitieren die Scheidungsanwälte und Eheberater, die diese Gründe kaum bis gar nicht thematisieren. Auch nicht die Psychologen und andere Paartherapeuten.

Fakt ist: Unfruchtbarkeit betrifft weltweit etwa 15% der Paare. Und mit dem derzeitigen Wissensstand sind 30–40% der Fälle davon ungeklärt.

Eine zuverlässige Diagnose der ungeklärten Fälle von Unfruchtbarkeit ist äußerst schwierig. Die Genauigkeit der Diagnosen ist im Vergleich zu anderen medizinischen Disziplinen gering.

In der gängigen klinischen Praxis werden Ursachen für Unfruchtbarkeit auf krankhafte Faktoren zurückgeführt. Und es wird versucht, diese zu Kategorisieren.

Meist wird folgende Diagnose gestellt: „Unfruchtbarkeit, unklarere Ursache“. Und auch mit solch einer Diagnose wird allzu häufig davon ausgegangen, dass die Ursachen der Zeugungsunfähigkeit von einer Erkrankung des Fortpflanzungssystems ausgehen.

Wissenschaftlich gesehen spricht einiges dafür, dass diese Sichtweise überholt ist und es neue Maßstäbe zur Beurteilung von Unfruchtbarkeit & ungewollter Kinderlosigkeit schon längst überfällig sind.

Denn Tatsache ist, dass die genetisch betrachtet immunologisch Kompatibilität wischen den kinderlosen Partnern und schlussendlich auch die immunologische Kompatibilität deren Geschlechtszellen (Gameten = Spermien & Eizellen) normalerweise in der gängigen Praxis nicht in Betracht gezogen wird. Auch nicht die immunologische Kompatibilität der sich daraus entwickelnden Embryonen, die bei manchen immunologisch kompatibler sind als bei anderen. Und all dies kann Ursache sein für die Unfruchtbarkeit, für vermehrte Fehlgeburten (Aborte), aber auch für weiterführenden Schwangerschaftskomplikationen, falls es dennoch mit der Einnistung und Konzeption klappt.

Und dies findet bis heute kaum bis gar keine Beachtung in Kindewunschzentren mit deren Kinderwunschexperten.

Wie schon gesagt: eine Inkompatibilität auf Gametenebene (= Samen / Eizelle) kann die Wahrscheinlichkeit einer Empfängnis verringern! Und eine Ursachenforschung auf ebene der Inkompatibilität kann bei der Abklärung von Ursachen von Befruchtungsproblemen beitragen. Dies insbesondere bei Paaren, bei denen unerklärliche Unfruchtbarkeit diagnostiziert wird.

Möglichkeiten gibt es dazu, werden aber allzuoft nicht angewandt.

Nebenbemerkung: selbstredend kann solch eine Ursachenforschung auch partnerschaftliche Konflikte entschärfen und mögliche darauf basierende Trennungen von Lebensgemeinschaften einfacher machen. Denn mit dem Wissen um die zugrundeliegende Ursache, lassen sich Konflikte leichter bewältigen & lösen … und somit sowohl die Gesundheit und die damit verbundenen Langlebigkeit optimieren.

Laut neuen Forschungen hat der weibliche Fortpflanzungstrakt das letzte Wort bei der Wahl des menschlichen Partners.

Die Daten zeigen, dass der Erfolg einer Schwangerschaft zwischen Partnern wahrscheinlicher ist, wenn diese unterschiedliche Immungene des menschlichen Leukozytenantigens (HLA) tragen.

Darauf stützt sich oben geschriebenes: es hängt viel von der richtigen Partnerwahl ab! Partner, die genetisch betrachtet nicht zu ähnlich sind. Und wie schon gesagt: die Antibabypille kann hier eine Rolle spielen. „Unähnlichkeitspräferenzen“, basierende auf dem HLA sind wichtig für die Fortpflanzung, aber auch für langfristigen Erfolg von Beziehungen!

Bisher war es nicht klar, ob HLA-basierte Paarungspräferenzen nach dem Geschlechtsverkehr im weiblichen Fortpflanzungstrakt auftreten könnten.

Und dies wurde jetzt nachgewiesen.

Tatsächlich ist der weibliche Fortpflanzungstrakt und hier vor allem die Eizellen in der Lage, die Spermien von HLA-ungleichen Männern (= genetisch inkompatible Partner) nach der Paarung (bekannt als „kryptische weibliche Wahl“) zu bevorzugen.

Zusammenfassend zeigen die Ergebnisse, dass die Befruchtungsfähigkeit von Samenzellen mit den Eizellen der Frau von der immunogenetischen Verträglichkeit der Fortpflanzungspartner abhängt. Und dass die Fusion der Gameten, d.h. die Befruchtung der Eizelle mit dem Samen ein hochselektiver Prozess sein kann, der dann auch die Embryonen betrifft. Was natürlich schlussendlich auch die gesamte Schwangerschaft mit beeinflußt – entweder positiv oder negativ.

Zudem wurde kürzlich beschrieben, dass Frauen mit einer veränderten Wahrnehmungen auf männliche Körpergerüche (was sich sogar in einer veränderten Aktivität bestimmter Gehirnregionen zeigen lässt), eine höhere Rate an Fehlgeburten aufweisen. Der Geruchsinn und dessen Auswirkungen werden derzeit noch unterschätzt! Gerade was die Reproduktion betrifft.

Zusammenfassen:

  • Der Fortpflanzungserfolg hängt stark von der genetischen Verträglichkeit der Fortpflanzungspartner ab.
  • Dementsprechend unterscheiden sich Individuen häufig in ihren Paarungspräferenzen, wodurch sichergestellt wird, dass potenzielle Nachkommen eine optimale Kombination von elterlichen Genotypen erhalten.

TIPP von PD Dr. Nicolas Zech

Treffen Sie als Frau ihre Partnerwahl im pillenfreien Intervall. Wählen Sie bedacht. Es muss nicht in der ersten Nacht zum Beischlaf kommen. Lassen Sie sich Zeit und agieren Sie erotisch, verführend … dabei spielt für die richtige Partnerwahl der „One-Night-Stand“ keine Rolle und muss nicht sein. Liebeswerben hat primär nichts mit Sex zu tun und kann langfristig zu einem erfüllten Leben verbunden mit zärtlichen regelmässigen Liebesspielen, die nicht nur auf reinen Geschlechtsverkehr beruhen, enden.

Ein Gentest kann ebenso Aufschluss geben, ob man zueinander passt … und könnte gut etwa für Partnerschaftsplattformen als Zusatzinformation (Add-on) Einsatz finden.

PD Dr. Nicolas Zech Kinderwunschexperte & medizinisch visierter Lifestyle – Coach

Exemplarisch wissenschaftliche Arbeiten zum Geschriebenen

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