Effizient schwanger werden … was kann ich (noch) dazu beitragen?

Es gibt viele Gründe dafür, dass es mit einer Schwangerschaft nicht so richtig klappen will. Es wird davon ausgegangen, dass ca. 15 Prozent an ungewollter Kinderlosigkeit leiden. Über die mannigfaltigen Ursachen von Unfruchtbarkeit und Infertilität finden Sie auf unserer Webseite (exemplarisch. HIER & HIER) und wurde auch in diversen Weblog von PD Dr. Nicolas Zech aufgezeigt.

Eines muss jedoch festgehalten werden: in den meisten Fällen von ungewolltem Kinderwunsch benötigt es kein „kostspieligen“ und „invasiven“ Techniken basierend auf einer künstlichen Befruchtung mittels In Vitro Fertisilierung (IVF-Therapie). Das ist Fakt und wissenschaftlich belegt!

Was auch Fakt ist: allzu häufig wird der menschliche Körper nicht in seiner Gesamtheit betrachtet. Allzu häufig wird von Medizinern und Kinderwunschexperten nicht auf wesentliche Dinge hingewiesen oder gründlich genug abgeklärt. So abgeklärt, basierend auf einer guten Anamnese und mit einfachen diagnostischen „Werkzeugen“, dass Mängel des Körpers, der Psyche als auch der Partnerschaft behoben werden. Denn allesamt könnte dazu führen, dass es mit der Spontankonzeption einfach so nicht so richtig klappen will, wie es eigentlich sollte.

Eine kürzlich erschienene wissenschaftliche Arbeit lässt aufhorchen: angeblich führt vermehrt sexuelle Interaktionen zu zu höheren Schwangerschaftsraten. Für mich keine Überraschung. Allzuoft habe ich schon im Erstgespräch erfahren müssen, dass es mit dem Sexualleben nicht so um sich bestellt ist, wie es sein sollte. Oft berichten kinderlose Paare, dass diese sehr selten, ev. 1-2x pro Monate oder sogar schon seit mehreren Monaten keinen Beischlief / Liebesakt / Geschlechtsverkehr mehr vollzogen.

Es ist dann auch nicht verwunderlich, dass von der Wissenschaft berichtet wird, dass Fruchtbarkeitsapps oder sonstiges wie Ovulationstests (z.B.: Ovucheck / LH-Tests zur Bestimmung des Eisprung = Ovulation) die Schwangerschaftsraten um bis zu 20% verbessern. Denn basierend auf den dort angezeigten fruchtbaren Tage, wird dann der oftmals selten durchgeführte Geschglechtsverkehr schon fast „erzwungen“ vollzogen.

Ein guter Liebesakt würde die Fruchtbarkeit noch weiter ansteigen lassen. Denn ein guter Orgasmus – gerade bei einer Frau – kann bei Transport der Samenzellen zur Eizelle unterstützend und fördernd wirken. Der Samen wird förmlich „hinaufkatapultiert“ in Richtung Eizelle. Dies ist besonders wichtig, falls eine Subfertilität mit schlechtem Samenbefund vorliegt.

Aber auch der Samenbefund kann durch häufigen Samenerguss optimiert werden, natürlich immer basierend auch auf einer gesunden Lebensweise.

Es hat sich auch gezeigt, dass bei Frauen mit einem regulären Menstruationszyklus sowohl der Eisprung als auch der damit verbundene Hormonhaushalt inkl. Progesteronanstieg meist einwandfrei funktionieren.

Fruchtbarkeitsapps, Ovulationschecks oder wiederholte Ultraschallkontrollen mit Messungen der Hormonspiegel = Zyklusmonitoring bringt in solchen Fällen nichts! Und bei Frauen mit einem irregulären Menstruationszyklus erst recht nicht! In diesen Fällen sind andere Vorgehensweisen angesagt. Vorgehensweisen / Therapien, die ebenso in den meisten Fällen auch nicht in einer Befruchtung von Eizellen mit den Samenzellen im Reagenzglas (IVF-Therapie) enden müssen . Hierzu gibt es klare wissenschaftliche Belege.

Noch drei TIPPS von PD Dr. Nicolas Zech zu diesem Blog-Beitrag

  1. Lassen Sie sich Zeit und ermuntern & erfreuen Sie sich an regulären „sexuellen Liebesakten“
  2. Lassen Sie ihren Eisenspeicher bestimmen und wenn nötig auffüllen
  3. Lassen Sie ihren TSH-Wert bestimmen und korrigieren

Schon kleine Abweichungen bei TSH Werten, kann es zu Qualitätseinbussen kommen. Sowohl bezogen auf die Eizellqualität als auch auf den Eisprung. Alle TSH-Werte >2.5 mIU/L sollten aufhorchen lassen! Auch teilweise isolierte Autoimmunerkrankungen (bspw. Hashimoto Thyreoiditis) mit erhöhten Thyroid Peroxidase Antikörpern (TPOAb) bei scheinbar normalen TSH-Werten sind beschrieben und können zu Schwangerschaftskomplikationen wie Fehlgeburten beitragen.

Und dies alles bei Schilddrüsenproblemen hängt auch wesentlich von Eisenspeicher im Körper ab. Alleine in Europa haben über 90% der Frauen einen Eisenmangel! Bei Mädchen in der Adoleszenz wird von 48% berichtet, die einen zu niedrigen Eisenspiegel aufweisen. Angemerkt … es ist nicht verwunderlich, dass die Inzidenz von Autoimmunerkrankungen auch der Schilddrüse scheinbar in den letzten Jahren zunimmt.

Dieser Eisenmangel, der allzu häufig weder diagnostiziert noch adäquat therapiert wird, muss schon vor geplanter Schwangerschaft ausgeglichen werden!

Anzumerken ist jedoch, dass Eisen alleine – gerade was die Schilddrüse betrifft – nicht ausreicht! …

Hierzu beratet Sie PD Dr. Nicolas Zech mit seinem Team gerne! Und hilft Ihnen, ihren Körper ins „Lot“ zu bekommen. So, dass es mit ihrem ersehnten Wunsch nach einem Baby besser klappt.

Exemplarische Literaturen zum Geschriebenen

HIER, HIER, HIER, HIER, HIER, HIER, HIER & HIER