ICSI als spezielle Form der IVF-Therapie

Intracytoplasmische Spermien Injection (ICSI) & Testikuläre Spermien – Extraktion (TESE)

In bestimmten Fällen, und das sind die Ausnahmen und eher selten, sollte eine Sonderform der IVF-Therapie, der sogenannten IVF mit der Technik der ICSI angemacht werden, um die Chancen auf eine Schwangerschaft zu verbessern.  In sehr seltenen Fällen ist eine primäre IVF-Therapie mit Hilfe der ICSI die einzige realistische Form, sich den Traum vom eigenen Baby bestmöglich zu erfüllen.

Nicht-klassische Indikationen für eine „angedachten“ ICSI-Behandlung:

  • Schwere männliche Subfertilität mit sehr schlechtem Samenbefund, der nach Optimierung durch Umstellung des Life-Styles nach Vorgaben des ZEM.WAY bestehen bleibt
  • Befruchtungsversager nach klassischer IVF-Terapie
  • Vorliegen von 100% Spermienantikörper

Klassische Indikationen für eine ICSI-Behandlung:

  • Azoospermie, die unterschiedliche Ursachen haben kann. Dabei muss bedacht werden, dass bei einer nachgewiesenen Azoospermie im Ejakulat in einen nicht unerheblichen Prozentsatz  auch KEINE Samenzellen im Hodenbiopsat auffindbar sein könnten. Anmerkung: die Prozentangaben sind Schwankungen unterworfen und variieren auch in Bezug auf die gestellte Diagnostik basierend auf der Vor-Analyse & klinischen Diagnostik

Es kann auch durchwegs sein, dass eine rein männliche Unfruchtbarkeit vorliegt, da die Samenkonzentration für eine intrauterine Insemination (IUI) oder auch für eine In-vitro-Fertilisierung (IVF) nicht ausreicht. Bei einer ICSI-Therapie muss zwingen sich die Frau einer hormonellen Follikelstimulation und somit einer IVF-Thearpie unterziehen. Dabei müssen die Eizellen durch Follieklpunktion entnommen und der Samen im Labor in die Eizellen injiziert werden. Der Einsatz eines Spermselectors vor einer ICSI, wenn durchführbar, erachte ich laut Stand der Technik als eine sinnvolle Ergänzungsmaßnahme.

„Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse lassen den Schluss zu, dass bei Vorliegen einer schwere männliche Subfertilität mit sehr schlechtem Samenbefund im Ejakulat es sinnvoll erscheint, Samenzellen direkt aus dem Hoden mittels Hodenbiopsie (TESE / TESA) zu gewinnen und diese – anstatt die Spermien aus dem Ejakulat – zur Befruchtung mit der Eizelle heranzuziehen. Individuell abgestimmt sollte jedenfalls IMMMER primär der Versuch mit einem Sperm-Selektor in Betracht gezogen werden, mit dem das Ejakulat „sanft“ aufgearbeitet wird und geschädigte Spermien (Stichwort: DNA-Fragmentationsindex = DFI) effektiv aussortiert werden können. Der Einsatz eines Sperm-Selektors sollte auch bei jedem Ejakulat, das keine offenkundigen Zeichen einer männlichen Subfertilität zeigt, Anwendung finden, um die Chancen einer Befruchtung und Etablierung einer intakten Schwangerschaft sei es mittels IUI, IVF oder ICSI zu optimieren.“

PD Dr. Nicolas Zech: Führender Experte in Reproduktionsmedizin, IVF-Therapie, Künstliche Befruchtung, Humangenetik, Ernährung, LifeStyle Coach, Rejuvination & Verjüngung, Anti-Aging Spezialist, Hormontherapie, Andrologie