„Alles Leben kommt aus dem Ei“ (W. Harvey, 1633)

Eines der Hauptmerkmale des Lebens ist die Fortpflanzung. Das Sexualverhalten des Menschen, wie auch eigentlich alle seine Körperfunktionen werden dabei maßgeblich hormonell gesteuert. Das Ziel ist klar: die Weitergabe der Gene an die Nachkommen.

So gesehen nimmt das Ovar bei der Frau zwischen der ersten Regelblutung (Menarche) und der Menopause eine Schlüsselrolle ein. Hier reifen Eizellen heran, die für die Befruchtung mit der Samenzelle nötig sind.

Fruchtbarkeit und Langlebigkeit beginnt mit dem Ei
Das Ei als Symbol für Fruchtbarkeit & Fortpflanzung

Und dort werden auch die wesentlichen Sexualhormone für die Libido und die sexuelle Lust in einem monatlichen Zyklus produziert.

Wie sehr der Körper unter dem Einfluss der Sexualhormone des Eierstockes steht, wird schon daran deutlich, wie sich der Körper einer Frau während der Phase der Pubertät und mit dem Einsetzen der Menarche verändert. Es kommt dabei zur geschlechtsspezifischen Ausprägung der Körperform sowie zu der Entwicklung der sekundären Geschlechtsmerkmale, den Brüsten.

Wie bei allen Organen und Körperzellen, so kann es auch zu Erkrankungen des Eierstocks, aber auch der anderen weiblichen Geschlechtsorgane kommen. Beim Ovar stehen neben bösartigen Wucherungen von Zellen im Eierstock (Eierstockkrebs) vor allem Erkrankungen in Vordergrund, die den fruchtbaren Lebensabschnitt der Frau negativ beeinflussen.

Es kann beispielsweise vorkommen, dass zu viele unreife Eizellen – eingebettet in Follikelbläschen – vorliegen und dies zu Unregelmäßigkeiten im Zyklus der Frau führt. Man nennt dies auch „PCO-Syndrom“ (= Polyzystisches Ovar Syndrom). Zum Teil vermutet man dahinter auch gewisse genetische Einflüsse. Dieses Syndrom wiederum kann weitreichende Auswirkungen auf den gesamten Körper haben. Das liegt vor allem daran, dass die im Eierstock entstehenden Hormone in ihrer Art und Menge nicht korrekt produziert werden und es durch die Zyklus- Unregelmäßigkeit nicht zur optimalen Reifung der Eizellen kommt. Dies führt dann zu einer gewissen Unfruchtbarkeit der Frau. Bei einem bestehenden Kinderwunsch schlägt sich das auf die Psyche aus und kann Verstimmungen, Libido-Verlust, Depressionen bis hin zu Suizidgedanken nach sich ziehen.

Das Vorliegen eines polyzystischen Ovars ist keine Seltenheit. Etwa 20 % der Frauen sind davon in irgendeiner Form betroffen. Man hat immer noch nicht herausgefunden, warum die Natur das zulässt.

Man vermutet aber, dass diese „Erkrankung“ mitverantwortlich für diverse andere Erkrankungen ist, da sie ein Hormonungleichgewicht bedingt, verschiedene Effekte auf die inneren Organe hat und sogar zur vollständigen Unfruchtbarkeit führen kann. Doch wie konnte sich das PCO-Syndrom dann über die vielen tausende Jahre so konstant halten? Daran wird mit Hochdruck geforscht.

Ein gesünderer Lebensstil und bessere Nahrung können die Symptome von PCO in vielen Fällen lindern und auch den Menstruationszyklus stabilisieren. Dies ist vor allem beim Thema Kinderwunsch essentiell!

Neben zu vielen Eibläschen, wie beim PCO, kann es ebenso sein, dass nicht genügend Eizellen als Reservoir angelegt sind. Ursächlich können u. a. ungünstige Umweltbedingungen, z.B. eine falsche Ernährung der Mutter während der Schwangerschaft und diverse Umweltbelastungen während des Einwanderns der Eizellen in die Eierstöcke, sein. Ebenso kann es in jungen Jahre zu Schäden an den Eibläschen durch Nikotinkonsum, schlechte und ungesunde Ernährung, Umweltgifte u.v.m. kommen. Chronische Umweltbelastungen führen zum vorzeitigen Verlust von Eizellen und Schäden an den Eierstöcken. Auch genetische Ursachen können zur vorzeitigen Alterung des Eierstocks und zum vorzeitigen Versiegen der Eizellreserven führen. Als mögliche Folge setzen die Wechseljahre früher ein. Und damit versiegt auch die wesentliche Hormonproduktion frühzeitig.

Lassen Sie uns gemeinsam einen Weg beschreiten, damit ihre Fruchtbarkeit, Fortpflanzungsfähigkeit und Langlebigkeit ins Lot kommen und bestmöglich für lange Zeit im Gleichgewicht bleiben!

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