Die reproduktiven Organe der Frau

Die drei wichtigen funktionellen Ebenen des weiblichen Fortpflanzungs- apparates sind die Scheide, die Eierstöcke und die Gebärmutter.

Scheide

Die Scheide (Vagina) dient primär – als sogenanntes Kopulationsorgan – für die Aufnahme des Ejakulates (Samen) des Mannes beim Geschlechtsakt. Die im Ejakulat enthaltenen Samenzellen wandern dann über die Gebärmutter und die Eileiter zum Eierstock. Zudem stellt die Vagina den Geburtskanal dar.

Eierstöcke

Die Eierstöcke (Ovarien) der Frau werden auch fälschlicherweise „Keimdrüsen“ genannt. Der Eierstock ist jedoch keine Drüse im direkten Sinn und produziert auch keine Keimzellen (= Eizellen bei der Frau, Samenzellen beim Mann). Vielmehr ist der Eierstock das Reservoir für Eizellen, die während der Embryonalentwicklung dorthin einwandern und in den fruchtbaren Jahren der Frau (von der Menarche (= erste Menstruationsblutung) bis zur Menopause) monatlich ihren Reifungsprozess zu einer befruchtungsfähigen Eizelle vollziehen.

Eileiter

In den Eileitern findet die Befruchtung der Eizelle mit dem männlichen Samen statt. Sie sind für den Transport der befruchteten Eizelle in die Gebärmutter verantwortlich. In der Gebärmutter reift die befruchtete Eizelle schlussendlich zu einem Baby heran. Sie dient auch als starker Muskel für das Vorantreiben der Geburt.

Natürlich produzieren die Eierstöcke auch wichtige Hormone – abhängig vom Zyklus und der Lebensphase der Frau unterschiedlich in ihrer Art und Menge. Diese Funktion des Eierstockes erinnert tatsächlich an die Funktionen von Drüsen. Daher existiert auch die Gefahr der Verwechslung. Das Ovar ist ein sehr komplexes und hochaktives hormonelles, also endokrines, Organ im Körper der Frau, dass in den unterschiedlichen Lebensabschnitten seine Funktion in eindrucksvoller Art und Weise ändert.