Die Hormone im weiblichen Körper im „Lot“ halten

Hormone sind die Botenstoffe, die unseren Körper reibunglos funktionieren lässt. Ein Ungleichgewicht an Hormonen, auch hervorgerufen durch ungesunden Lebenswandel, falsche Ernährung oder psychischer Stress – neben diversen anderen Erkrankungen – kann dazu führen, dass wir aus dem Lot kommen und unser Körper nicht mehr so funktionieren kann, wie dieser es im Gesunden tun würde.

Die wesentlichen Hormone der Frau, die neben der Langlebigkeit auch das „fruchtbare Klima“ des Körpers beeinflussen sind:

1) Zyklisch von den Eierstöcken produzierte Östrogene

2) Nicht-zyklisch produzierte Östrogene, etwa vom Fettgewebe aus Androstendion gebildet

3) Testosteron: je 25 % stammen aus dem Eierstock und der Nebennierenrinde, der Rest aus der peripheren Umwandlung von Androstendion

4) Androstendion: Es wird vorwiegend vom Eierstock produziert und teilweise in Testosteron umgewandelt

5) Dehydroepiandrosteron (DHEA): Dies ist ein zu 90 % aus der Nebennierenrinde stammendes Vorläufermolekül für u.a. die Bildung von Androstendion

6) Cortisol: Dieses Hormon wird von der Nebennierenrinde produziert und folgt dabei einem Tagesrhythmus

7) Schilddrüsenhormon

8) Prolaktin

9) Progesteron, vorwiegend zyklisch vom Gelbkörper gebildet

All diese Hormone sind sehr fein aufeinander abgestimmt und können teilweise sogar in andere Hormone umgewandelt werden. Doch schon kleine Abweichungen im Hormonhaushalt stören die Harmonie dieses Regelkreises.

Wie jedes Organ im Körper, so altert auch der Eierstock. Im Gegensatz zu anderen Organen nimmt der Eierstock dabei eine Sonderstellung ein. Dies liegt an seiner vielfältigen Mitwirkung im Regelkreis der Hormone. So wirkt sich der Alterungsprozess großflächig auf den gesamten weiblichen Körper aus und die vielen positiven Effekte des Eierstockes schwinden.

Im Gegensatz zur zyklischen Östrogen- und Progesteron-Produktion wird bis ins hohe Alter weiterhin Testosteron vom Eierstock gebildet. Doch die Balance zwischen Testosteron und den anderen Hormonen verändert sich.

Durch die auftretende Disharmonie kommt es sukzessive zu einem Teufelskreislauf, der schließlich zum Zerfall des Körpers beiträgt.

Dem Alterungsprozess des Körpers sollte so früh und so gut wie möglich entgegengesteuert werden. Das ist vor allem möglich durch einen gesünderen Lebensstil, die Kontrolle des Körperfettes durch Sport und eine gute Ernährung. Ebenso hilft eine gezielte Hormonsubstitution.

Dabei gilt auch hier: Je nachdem, welche Mängel vorliegen, ist eine andere Behandlung nötig. Jeder Körper ist einzigartig und in seinen Bedürfnissen ganz individuell.