Unseren Körper besser verstehen & damit die Zeugung von Nachwuchs optimieren

In den kommenden Blogs werden wir uns den Körper von Mann und Frau etwas genauer ansehen. Je besser Sie verstehen, wie Ihr Körper funktioniert, desto leichter wird es Ihnen fallen, ihn gut zu versorgen und optimal für eine Schwangerschaft vorzubereiten…

Beginnen wir mit dem Körper der Frau

Wir Menschen und unser Körper sind für die Fortpflanzung und die Weitergabe von Genen an die nächste Generation gemacht. Das ist eine unserer grundlegenden biologischen Aufgaben. Denn sonst bräuchte die Frau keine Eierstöcke, keine Gebärmutter und keine Brüste. Apropos, alle drei Organe sind häufige Ursachen für Krebs. Deshalb kann man sie auch zur Krebsvorsorge entfernen lassen. Aber zur Fortpflanzung werden diese Organe eben benötigt.

Zeugen von Nachwuchs
Jedes Lebewesen strebt nach Reproduktion & Fortpflanzung. Der Schmetterling durchläuft dabei eine Metamorphose.

Die Eierstöcke dienen der Produktion von Eizellen. Eine davon wird nach der Befruchtung mit der Samenzelle des Mannes zu einem Embryo. Die Gebärmutter ist das Nest, in dem der Embryo zum Baby heranwächst, und die Brüste sind dazu gemacht, den Säugling zu stillen.

Die Produktion der Eizellen erfolgt zyklisch. Das kann man sich am besten vorstellen wie die vier Jahreszeiten: Im Frühling kommen die Blüten eines Apfelbaumes, die dann bis zum Sommer zu reifen Äpfeln heranwachsen. Im Herbst, mit Abnahme der Sonnenstunden, fallen die reifen Äpfel und dann auch die Blätter vom Baum. Das vorherrschende Klima und die Sonnenbestrahlung haben dabei natürlich großen Einfluss auf den Ertrag und die Qualität der Ernte.

Im Eierstock konkurrieren mehrere Eizellen um die Dominanz. Anders als bei einem Apfelbaum reift nicht eine Kohorte an Eizellen heran. Nur eine wird selektiert, die anderen entwickeln sich nicht weiter und gehen kaputt. Die Sonnenbestrahlung als auch das vorherrschende Klima sind in diesem Fall die verschiedenen Hormone. Jene Hormone, die im Eierstock zyklisch produziert werden und auch jene außerhalb des Eierstocks.

Die zyklischen Hormone des Eierstocks, wie etwa das Östrogen, beeinflussen nicht nur die Eizellentwicklung. Mit zunehmendem Wachstum eines Eibläschens – hier reift die Eizelle heran – werden dort vermehrt Östrogene produziert. Diese bauen die Schleimhaut in der Gebärmutter auf, was für die spätere Einnistung eines Embryos essentiell ist – frei nach dem Motto „Saatgut gedeiht auf einem guten Boden besser als auf einem kargen“.

Anders als bei einem Apfelbaum gibt es beim Menschen noch eine andere Besonderheit: Das gesprungene Eibläschen produziert während des Wachstums und des Heranreifens der Eizelle vor allem Östrogen. Nach erfolgtem Eisprung und Freisetzen der Eizelle wandelt es sich dann in einen Gelbkörper um. Dieser Gelbkörper produziert ein weiteres Hormon: das Progesteron. Es schafft gemeinsam mit dem Östrogen ein fruchtbares Klima für eine Schwangerschaft – so wichtig wie das Sonnenlicht für die Apfelblüten. Wenn es zur Befruchtung durch den Samen des Mannes kommt, wandert der Embryo fünf bis sechs Tage die Eileiter hinunter in die Gebärmutter, hinein in deren Schleimhaut. Das nennt sich dann Einnistung und der Embryo signalisiert den Eierstöcken seine Anwesenheit. Daraufhin wächst der Gelbkörper und produziert verstärkt Progesteron. Wenn es zu keiner Einnistung kommt, verkümmert der Gelbkörper und die Progesteron-Produktion erlischt. Das bedeutet im übertragenen Sinne: weniger und weniger Sonnenstrahlen ähnlich wie im Herbst, wenn die Blätter fallen. Im Körper der Frau kommt es dann zur Regelblutung und der Zyklus beginnt von neuem.