Bitterstoffe – Die geheimen Helden unseres Stoffwechsels

Eine interessante Entwicklung unserer Zeit ist es, dass in der Nahrungsmittelindustrie fast alle Bitterstoffe aus den Produkten entfernt werden. Es werden sogar neue Pflanzensorten gezüchtet, die weniger Bitterstoffe enthalten. Warum eigentlich? Denn eigentlich sind sie höchst nützlich: Bitterstoffe erzeugen ein Sättigungsgefühl. Versuchen Sie einmal, nach dem Essen eine Tafel Bitterschokolade zu verzehren oder eine große Tasse Espresso zu trinken. Das wird kaum möglich sein.

Man nimmt ein Plätzchen Bitterschokolade oder einen kleinen Espresso zu sich, mehr geht einfach nicht. Anders verhält es sich mit einer süßen Schokolade. Bei dieser kann man gar nicht mehr aufhören zu essen. Auch Cappuccino kann man in großen Mengen zu sich nehmen. Beides ist süß, da ihnen die Bitterstoffe entzogen wurden. Für die Nahrungsindustrie ist es natürlich ideal, wenn wir nie genug bekommen und immer mehr konsumieren wollen.

Eine Anekdote zur Wichtigkeit der Bitterstoffe

Nachdem ein neugezüchteter Raps auf die Felder kam, hat sich das Wild daran überfressen. Diese neue Rapssorte enthielt kaum Bitterstoffe. So wussten die Tiere nicht, wann es genug war. Die Tiere sind massenweise gestorben [1].

Kaffee mit seinen Bitterstoffen und dessen Wirkung

Espresso ist gesund und unterdrückt Hungergefühl
Kaffee, Espresso – ein gesunder Bitterstoff

Allgemein kann gesagt werden, dass ein bis fünf Tassen Kaffee lebensverlängernd wirken. Dies gilt auch für koffeinfreien Kaffee. Wie dies individuell aussieht, verraten die Gene. In Bezug auf die Schwangerschaft kann aber zu viel Koffein vor der Empfängnis die Fehlgeburtenrate in den ersten Schwangerschaftswochen erhöhen. Insgesamt ist die Datenlage dazu bisher sehr dünn, und es scheint, dass ein geringer Koffeingenuss die Schwangerschaft nicht negativ beeinflusst.

[1] Siehe http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13526251.html