Was Sie über Zucker wissen sollen – auch für ihr Kind!

Natürliche Zuckerarten     

Glukose

Glukose ist auch bekannt als „Traubenzucker“. Sie kann in allen Zellen des Körpers verwertet werden und verhilft dem Körper daher zu einem schnellen „Zuckerkick“. So schnell, wie sie verarbeitet wird, so schnell ist sie auch wieder aus dem Blutkreislauf verschwunden.

Galaktose

Galaktose ist in der Milch enthalten, aber nicht in Milchprodukten wie Joghurt oder Käse. Manche Menschen haben eine Laktoseintoleranz, da ihnen ein Enzym zum Spalten der Laktose im Darm fehlt.

Fruktose

Sie kann praktisch nur in der Leber verwertet werden. Zu viel kann die Leber belasten. Die überschüssigen Fruktosemoleküle werden dann in Fette umgewandelt, was zu einer Leberverfettung führen kann. Nach dem aktuellen Stand hat ein Überkonsum an Fruktose wahrscheinlich auch negative Auswirkungen auf eine Schwangerschaft. Nicht selten wird in wissenschaftlichen Arbeiten geschrieben, dass Fruktose eine niedrige glykämische Last besitz und daher etwa Fruchtsäfte, die viel Fruktose enthalten, gut und gesund seien. Hier sieht man wieder, wie die Nahrungsmittelindustrie in der Wissenschaft den Ton angibt und so etwa Fruchtsäfte in ein gutes Licht rücken wollen. Denn: es ist falsch bei Fruktose von glykämischer Last zu sprechen. Klar, wenn Fruchtsaft getrunken wird, steigt nicht der Gukosespiegel im Blut, sondern der Fruktosespiegel. Somit ist eigentlich selbstredend, dass die glykämische Last niedrig ist. Vielmehr sollte die Fruktose im Blut gemessen werden! Dann würde man erkennen, dass diese stark ansteigt und dem Körper Schaden anrichtet. Aber keiner spricht von solch einer fruktosebezogenen Last. Und der einfache Grund: weil die Nahrungsmittelindustrie sehr darauf bedacht ist, etwa Fruchtsäfte oder die anderen vielen Nahrungsmittel mit hohem Fruktosegehalt als gesund zu verkaufen und manipuliert die Wissenschaft zu ihren Vorteilen.

Nicht die Menge, sondern das Tempo macht den Unterschied

Wie so oft im Leben ist das Schnellste nicht immer da Beste. Denn das Tempo, mit der Fruktose aufgenommen wird, entscheidet, ob sie dem Körper schadet. Je langsamer, desto besser. Statt Fruchtsäfte zu trinken, sollten wir lieber einen Apfel essen. Denn so wird die Fruktose viel langsamer über den Darm in die Blutbahn aufgenommen. Ähnliches gilt übrigens für den Verzehr von Honig, Ahornsirup oder Galaktose. Je langsamer diese Zuckerarten zugeführt werden, desto besser.

Vorsicht mit künstlichen Süßstoffen

Süßstoffe wie Aspartam oder Sucralose werden in vielen Lebensmitteln als Ersatz für natürliche Zuckerarten verwendet. Doch das Gefährliche an solchen „kalorienfreien“ Süßstoffen ist, dass sie die Geschmacksknospen im Mund verwirren. Mit der Zeit findet unser Gaumen solche gesüßten Produkte viel schmackhafter als natürliche Produkte. Wir werden im wahrsten Sinne des Wortes süchtig nach dem Geschmack.

Künstliche Süßstoffe können zudem die Insulinausschüttung ankurbeln. Dadurch werden die Nahrungsbestandteile schneller aus dem Blutkreislauf gefiltert und in den Fettzellen gespeichert, sodass sich sofort wieder ein Hungergefühl einstellt. Es ist sogar möglich, dass durch die „kalorienarmen“ oder „kalorienfreien“ Süßstoffe gewisse Rezeptoren auf den Fettzellen stimuliert werden und so das schnelle Anwachsen der Fettzellen angekurbelt wird.