Oxidativer Stress und Antioxidanzien – die Balance macht es aus! Gerade auch bei Kinderwunsch!

Oxidativer Stress bedeutet, dass zu viel Sauerstoffradikale im Körper vorliegen. Dadurch kommt es zu einem Ungleichgewicht zwischen der ROS-Produktion und den puffernden Substanzen, wie zum Beispiel Antioxidanzien. Dies kann letztlich Schäden im Körper hervorrufen, wobei vor allem die DNA in Mitleidenschaft gezogen wird. Denn bei einem Überschuss an Sauerstoffradikalen kommt es zu einer erhöhten Eisen-Sauerstoff-Verbindung im Körper, sodass dieser im wahrsten Sinne des Wortes „rostet“.

Die häufigsten Verursacher von oxidativem Stress in der heutigen Umwelt sind: Pestizide, Plastikrückstände, Rauchen und Umweltschadstoffe (u.a. Autoabgase und Industrieabgase) und schlechte Nahrungsprodukte.

Fastfood
Kalorienreiche Kost ist schädlich!

Diese Schadstoffe sind – anders als ein Dünger – häufig industriell erzeugt und daher nicht natürlich. Es sind künstliche Gifte, die der Körper noch viel schwieriger abbauen kann als die „natürlichen“ Schadstoffe. Deswegen braucht er ein noch effektiveres Abpuffer-System. Wie bereits besprochen führen auch „natürliche“ Schadstoffe im Übermaß zu oxidativem Stress. Sie entstehen vor allem durch Übergewicht, eine falsche Ernährung[1] und keinen oder auch exzessiven Sport. Wenn neben diesem Stress auch noch unnatürliche Schadstoffe in Form von industriell erzeugten Produkten, künstlichen Aromen, Farbstoffen und Pestiziden auf den Körper einwirken, so führt dies zu einer zusätzlichen Belastung. Auch beim Abnehmen werden diese gespeicherten, industriellen Gifte von den Fettzellen freigesetzt und belasten den Körper zusätzlich – neben den freigesetzten Schlacken.

Oxidativer Stress steht auch im Zusammenhang mit:

  • dem Alterungsprozess und
  • vielen chronischen Erkrankungen und Autoimmunerkrankungen, wie z.B. Rheuma, Arteriosklerose, Endometriose, Ekzeme und Multiple Sklerose.

Eine kleine Menge an Sauerstoffradikalen ist für den normalen, physiologischen Ablauf im Körper wichtig und essentiell. Aber zu viel davon ist schädlich und bedeutet Stress für den Körper. Dieser Stress hat eine schädigende Wirkung auf Fette, Proteine und die DNA. Wenn die DNA geschädigt wird, kann dies zu Mutationen bis hin zur Entartung von Zellen und somit zu Krebs führen. Mehr zu diesem Thema in kommenden Blogs.

Antioxidans ist nicht gleich Antioxidans

Es gibt Antioxidantien, die in bestimmten Fällen auch oxidativ und daher schädlich für den Körper sein können. Nur wenige Antioxidantien sind rein antioxidativ und daher universelle Puffer zum Schutz vor dem „Rosten“. Bildlich kann man das Abpuffern mit der Verschmutzung eines Sees vergleichen. Wenn man zum Beispiel Düngemittel in einen See schüttet und ihn damit verschmutzt, wird das Düngemittel durch Algen oder andere Pflanzen verwertet. Sie agieren hier als „Antioxidanzien“. Durch die Nahrungskette werden die Pflanzen von verschiedenen Meerestieren gegessen und weiter verwertet. Durch das Ausscheiden von Kot und Urin wird es wieder zum Nährstoff für Pflanzen. So vollzieht sich ein ständiger Kreislauf. All diese Prozesse geschehen in Verbindung mit Sauerstoff. Sauerstoff kommt in geladenen oder ungeladenen Formen vor. Dies wird auch als radikal (oxidativ) oder nicht-radikal (nicht oxidativ) bezeichnet.

Oxidiertes Taurin, Gluthadion und die Oxidationsprodukte von Pyruvat (Azetat und Karbondioxid) sind reine Antioxidanzien und können nur dann für den Körper schädlich werden, wenn diese in unnatürlich hohen Konzentrationen im Körper vorliegen. Wie auch beim Wasser gilt: Wenn man dieses in Unmengen zu sich nimmt, etwa bei Mutproben oder beim Wetttrinken, kann es zu einer Wasservergiftung kommen

Anders verhält es sich mit den Antioxidantien Vitamin C, E und Harnsäure Diese können auch pro-oxidativ wirken. Nimmt man zu viel davon ein, etwa durch die Aufnahme von Vitaminpräparaten und Nahrungsergänzungsmitteln, so können sie sich schädlich auf den Körper auswirken.

Noch etwas angemerkt zu Aromen, die ebenso das Redox-Gleichgewicht im Körper beeinflussen, wie schon im Text vermerkt:

Achten Sie darauf, was auf der Lebensmittelpackung steht

Wenn auf der Verpackung nur „Aroma“ angeführt ist, kann man davon ausgehen, dass diese Aromen aus raffiniertem Erdöl gewonnen oder chemisch im Labor erzeugt wurden [2]. Es sollte immer so etwas wie „natürliches Himbeeraroma“ oder „natürliches Vanillearoma“ auf der Verpackung stehen. Nur dann kann man sich sicher sein, dass die Aromen auch wirklich von Himbeeren gewonnen und nicht künstlich hergestellt wurden. Gerade beim Abnehmen sollte auf die eumetrische Balance geachtet werden und die Ernährung diesbezüglich angepasst sein.

[1] eine hohe oder zu geringe Zufuhr von gesunder Nahrung

[2] Schweröl enthält praktisch alle Moleküle, die nach künstlicher Auftrennung einen gewissen Aromastoff imitieren.

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