Kalorien und Co. – was Sie bei Kinderwunsch darüber wissen sollten

Wie viele Kalorien durch unseren Stoffwechsel verarbeitet werden können, hängt von der Kalorienart ab. Das ist auch wissenschaftlich belegt und heißt im Klartext: Obwohl Fette mit knapp neun Kilokalorien pro Gramm fast doppelt so viel Energie in sich tragen wie etwa Kohlenhydrate oder Proteine, sind sie gut und wichtig für den Körper. Sie gehören zu einer ausgewogenen Nahrung genauso dazu, und verhelfen ihm zu seinem „Schönmaß“.

Das Körpergewicht wird so in seiner Eumetrie gehalten. Das Schönmaß des Körpers orientiert sich nicht nur am Body-Mass-Index (BMI), weil der etwa Fettmasse nicht von Muskelmasse oder Knochenmasse unterscheiden kann. Beim Schönmaß ist der Körper weder zu dick noch zu dünn. Er besitzt je nach betriebener Sportart ein trainiertes Six-Pack, einen guten Bizeps oder schön geformte Pobacken.

Die Lebensmittelpyramide von 1992 empfiehlt eine eher fettarme, kohlenhydratlastige Ernährung. Das entspricht längst nicht mehr dem wissenschaftlichen Stand. Wie verhält es sich mit den Kalorien von Kohlenhydraten, vor allem bei Produkten mit einer hohen glykämischen Index oder Last [1]?

Schwarze Schokolade als gesundes Nahrungsprodukt

Kohlehydrate

Kohlehydrate oder Produkten mit einer hohen glykämischen Last werden nur zum Teil vom Stoffwechsel verarbeitet. Bei der Zufuhr von Kohlenhydraten wird vom Körper Insulin ausgeschüttet. So wandern die meisten Kohlenhydrate direkt in die Fettzellen. Das macht es schwer, abzunehmen.

Die Fettzellen sind kleine Nimmersatts. Jedes Mal, wenn sie Kohlenhydrate durch das Insulin angeboten bekommen, nehmen sie es ohne zu zögern auf. Sie speichern sie als Fetttröpfchen, Triglyceride und Cholesterin ab und sie lassen diese nur ungern wieder gehen. So verschwinden die Kohlenhydrate in nur rasch aus dem Blutkreislauf. Dies bewirkt, dass im Gehirn die Alarmglocken läuten. Denn durch die schnelle Unterzuckerung wird das Hungergefühl aktiviert und der Kreislauf beginnt von neuem. So werden die Fettzellen immer grösser, dicker und wollen die gespeicherte Energie einfach nicht mehr so leicht abgeben.

Ballaststoffe

Die dem Körper zugeführten Nährstoffe sollten durch gesunde, wasserlöslichen und wasserunlöslichen Ballaststoffe in der Nahrung gespeichert vorliegen und von diesen über den Darm in den Körper abgegeben werden. Ballaststoffe sind zum Beispiel in Avocados aber auch in Bohnen und Nüssen in hoher Konzentration enthalten.

Milch

Für Frauen ist fettreiche, organische Milch gut geeignet. Neben wertvollen Fetten liefert sie nämlich auch Vitamin D und Kalzium aber auch Vitamin K2 (näheres dazu in einem anderen Blog-Beitrag).

Da die Milch heute vor allem von schwangeren Kühen abstammt, ist sie reich an Östrogenen und kann positiv bei Wechseljahrbeschwerden wirken.

Der hohe Östrogen-Gehalt kann den Spermien dagegen schaden. Daher sollten Männer fettarme Milch bevorzugen.

Vitamin D und Sonnenbäder

Durch die Nahrung allein wird nur ein geringer Anteil des täglichen Bedarfs an Vitamin D gedeckt. Das meiste entsteht durch die direkte Sonneneinstrahlung, expliziter gesagt durch die UV-B-Strahlung. Solarium ist leider kein Ersatz, da hier vor allem der UV-A-Anteil überwiegt. Täglich 20 bis 30 Minuten die Ärmel hochkrempeln und die milde Vormittags- oder Nachmittags-Sonne genießen, das genügt eigentlich schon.

Nahrung = Energie

Unsere Nahrung ist der Energielieferant für unseren Körper. Und Energie brauchen wir zum Leben. Sie ist sozusagen unser „Treibstoff“.

Gleichzeitig liefert die Nahrung wichtige Stoffe zur Renovierung und Instandhaltung des Körpers. Dies betrifft vor allem:

  • die ständige Erneuerung und Reparatur von Zellen und Geweben sowie
  • die Produktion von Botenstoffen (Hormonen).

Zudem liefert die richtige Nahrung lebenswichtige Antioxidantien und Spurenelemente. Mit deren Hilfe werden die auf uns einwirkenden Schadstoffe unschädlich gemacht. Zudem wird durch das Zuführen einer ausgewogenen Ernährung die Gene – kodiert durch die DNA – gesund erhalten.

Mit jedem Atemzug nehmen wir Sauerstoff auf, der für die Verbrennung der zugeführten Kalorien nötig ist. Kalorien stehen hier für „Energie“ oder „Treibstoff“. Es ist wie mit einem Verbrennungsmotor: Der Treibstoff benötigt Sauerstoff für die Verbrennung. Durch die Verbrennung entstehen viele schädliche Substanzen. Im Körper entstehen beispielsweise durch die Energieverwertung Sauerstoffradikale, genannt ROS [2]. Sie werden durch die Spurenelemente Kupfer und Eisen katalysiert. Sauerstoffradikale sind nicht nur schädlich. Sie sind auch wichtige Signalmoleküle innerhalb der Zellen. Ohne Sauerstoffradikale könnte eine Frau keinen Eisprung bekommen und keine Gelbkörper produzieren. Zugleich wäre die Befruchtung der Eizelle mit dem männlichen Samen und das Zeugen von Nachwuchs nicht möglich. Darüber hinaus dienen die Sauerstoffradikale als Boten für die Zellkommunikation.

Wenn durch die Zufuhr von zu vielen Antioxidantien übermäßig viele „Schadstoffe“ entfernt würden, brächte man die positiven Eigenschaften von ROS aus dem Gleichgewicht. Deshalb ist das Maß der Dinge so wichtig. Sauerstoffradikale ja, aber im ausgewogenen Maß. Näheres dazu erfahren Sie in einem weiteren Blogbeitrag.

[1] Dazu zählen Kartoffeln und industriell verarbeitetes Getreide wie Knäckebrot, Nudeln, Pizzateig, Tacos, Kekse, Chips, Reis u.v.m.

[2] ROS = Reactive Oxygen Species

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