Ungewollt kinderlos?

Erst einmal möchte ich Ihnen versichern, dass Sie mit diesem Problem nicht alleine sind. Ganz im Gegenteil. Ein unerfüllter Kinderwunsch betrifft sehr viel Paare aller Altersgruppen. In den kommenden Kinderwunsch Blogs erfahren Sie die die häufigsten Gründe der Kinderlosigkeit. Außerdem werde ich Ihnen Statistiken und Fakten zu dem Thema zeigen, um mit Halbwahrheiten und Mythen aus dem Netz, wie „Beine hochlegen hilft“, aufzuräumen.

Von Unfruchtbarkeit, Zeugungsunfähigkeit oder Infertilität wird gesprochen, wenn nach einem Jahr die Schwangerschaft auf natürlichem Wege ausbleibt.

Im Durchschnitt sind rund 13 % aller Paare ungewollt kinderlos. Ursachen liegen dabei zu ca. 50% bei den Männern und zu 50% bei den Frauen.

Holen Sie sich ärztliche Hilfe

15.000 Frauen und Männer gaben bei einer Umfrage in England [1] an, an Unfruchtbarkeit und Kinderlosigkeit zu leiden. Aber knapp die Hälfte suchte dennoch keine ärztliche Hilfe auf.

Es gibt viele mögliche Ursachen für Kinderlosigkeit. Diese können aber oft mit professioneller Hilfe schnell erkannt werden. Meist sind es ganz einfache Dinge und man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht. Dazu komme ich in weiteren Blogs zu sprechen.

Wenn die Schwangerschaft trotz aller Versuche ausbleibt, kommt es oft zu Schuldzuweisungen wie „Du hast schlechte Spermien“ oder Schuldgefühle wie „Meine Frau muss sich dieser Hormonkur unterziehen nur, nur weil ich eine schlechte Samenqualität habe“. Das kann zu ernsthaften Beziehungskrisen führen. Die Situation ist schwierig genug – also bitte quälen Sie sich nicht gegenseitig mit Vorwürfen. Erinnern Sie sich: Sie wollen ja beide dasselbe, also sollten Sie auch am selben Strang ziehen.

Geben Sie nicht auf

Aus einer anderen Studie [2] geht hervor, dass vier von fünf kinderlosen Paaren innerhalb von fünf Jahren doch zu ihrem eigenen Kind kommen, wenn sie nur nicht aufgeben.

Stress

Kein Geheimnis: Kinderlosigkeit führt oft zu Stress, Depressionen und sexuellem Frust. Daraus wird schnell ein Teufelskreis und nicht selten trennen sich Paare dann, weil das Kinderglück ausbleibt.

Manche dieser Paare werden in ihrem Freundeskreis – ob bewusst oder unbewusst – isoliert. Die beste Freundin lädt einen nicht mehr auf die Geburtstagsparty ein, da ihre Kinder herumtollen und sie miterleben muss, dass dies die kinderlose Freundin schmerzt. Im Bekanntenkreis wird absichtlich das Thema ausgeblendet oder das kinderlose Paar wird erst gar nicht mehr eingeladen, um unangenehme Situationen zu vermeiden.

Auch unser Hormonhaushalt steht unter Stress

Gerade die essentiellen Libido- und Glückshormone wie Testosteron und Androgene, Östrogen und Progesteron werden durch Stress, Depression und einen ungesunden Lebenswandel aus dem Gleichgewicht gebracht. Dadurch fühlt man sich schlapp, ausgelaugt, gereizt und ganz und gar nicht in lustvoller Stimmung. Meist endet das wieder in einem Teufelskreis: Durch die Unlust und Abgeschlagenheit hat man keine Lust auf Bewegung, das Frust-Essen wird angekurbelt und die sexuelle Lust nimmt weiter ab.

Eigentlich wollen wir uns doch alle gern in unserer Haut wohlfühlen, ein gutes und gesundes Selbstwertgefühl haben und uns sexy fühlen. Und dann kommt es eigentlich ganz natürlich zu einem erfüllten Liebesleben.

Bleibt der Kinderwunsch aus, geht es beim Liebesakt oft nur noch um Sex auf Knopfdruck. Zu den fruchtbaren Tagen muss der Mann herhalten und fast schon auf Knopfdruck „abspritzen“. Im Hinterkopf hat er vielleicht noch den schlechten Samenbefund und dann ist die Lust dahin.

Dabei geht es doch primär um Freude, Glück und Gemeinschaft. Und das erreichen wir durch die richtige Partnerwahl, ein erfüllendes Liebesspiel mit guten Orgasmen und die Zeugung von Nachwuchs. Und das zeigt sich auch auf körperlicher Ebene:

All mit der Sexualität und Reproduktion verbundenen Tätigkeiten halten jung und gesund!

Was können Sie tun bei ungewollter Kinderlosigkeit? Erfahren Sie mehr in den kommenden Kinderwunschblog Beiträgen … und HIER

[1] Studie der European Society of Human Reproduction and Embryology

[2] Kohorten-Studie mit Daten aus dem dänischen Geburtenregister